AWI-Eisblog

Start ins neue Jahr

Das phasensensitive Radar pRES mit Anntenne und Steuereinheit (gelb) im Einsatz.

Ein frohes neues Jahr! Nachdem Sylvester und Neujahr wetterbedingt keine Flüge möglich waren, fand heute der 25. Messflug der Saison statt. Christian und Graeme waren an der Reihe und flogen wie zuvor Richtung Süden. Diese Woche haben wir begonnen gemeinsam mit unseren belgischen Gastgebern, Bilder und kurze Videosequenzen über unsere Arbeit an der Princess Elisabeth Station und in der Luft zu erstellen. Während Johannes und Tobias zuvor das Filmen in der Luft übernommen hatten, stand Jos heute am Boden bereit, um Eindrücke vom Flugzeug und Erläuterungen zu unseren Messungen feszuhalten.

Die beiden Tage schlechten Wetters nutzten wir – neben dem Feiern des Jahreswechsel – , um uns näher mit dem möglichen Meteoriten-Krater und den dort gewonnenen Daten auseinander zu setzen. Christian, der Entdecker, begann mit dem Studium relevanter Publikationen und Fachbücher. Die Auswertung der Eisdickenradar-Daten legt es nahe, dass das mehrere Hundert Meter dicke Eis an der Einschlagsstelle vollständig durchbrochen wurde.

Unweit der Princess Elisabeth Station nahm Tobias heute das pRES-Bodenradar in Betrieb, das aufgrund seiner Antennenform gelegentlich „Coffe table radar“ genannt wird. Aktuell soll sichergestellt werden, dass auch bei knapp 1000 Meter dickem Eis Reflexionen vom Felsbett aufgenommen werden können. Bei den Tests in der Nähe des Novo Runways betrug die Eisdicke 300 Meter. Verschiedene Antennen-Ausrichtungen und Abstände wurden getestet, um den Zusammenhang mit der Reichweite weiter untersuchen zu können. Vermutlich werden diese Messungen nächste Woche noch einmal an einer entfernteren Position größerer Eisdicke wiederholt. (tb)

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