Hochtour – 25.7.14

Gletschervorfeld
Gruppenfoto: Das Team auf einen Blick
Gruppenfoto: Das Team auf einen Blick vor dem Hintereisferner

Nachdem wir die letzten Nacht mangels Platz auf’s Hochjochhospiz ausgelagert wurden, bestand die erste Aktion des Tages aus dem Aufstieg zurück zur Vernagthütte. Auf dem Weg konnte man dank des guten Wetters die Höchststände der früheren Vereisungen des Hintereisferners sehr gut erkennen. Nach gut eineinhalb Stunden hatten wir unser gewohntes Lager erreicht und konnten zügig in Richtung des oberen Vernagtferner aufbrechen.

Durchquerung der erst vor wenigen Jahren vom Gletscher freigegebenen Grundmoräne
Durchquerung der erst vor wenigen Jahren vom Gletscher freigegebenen Grundmoräne im Gletschervorfeld

Oben auf ca 3200m in Seilschaft angekommen, wurde ein Schneeschacht von 1,16m ausgehoben und die Dichte und Beschaffenheit des vom Winter verbliebenen Schnees bestimmt. Währenddessen kümmerte sich eine andere Gruppe um die Radarprofile, die in einem 10m x 10m Quadrat um den Schneeschacht gemessen wurden. Zusätzlich wurden diagonale Profile gefahren, um nah an der Beprobung ein Bild der Schneedecke zu erhalten.

Seilschaft auf dem Gletscher
Seilschaft auf dem Gletscher

Der Abstieg führte am Ablatometer der Komission für Erdmessung und Glaziologie vorbei, wo die GPS-Antenne neu ausgerichtet wurde. Das Ablatometer besteht aus zwei Einrichtungen, von denen eine 20 m tief im Eis verankert ist, die andere hingegen auf der Oberfläche „schwebt“. Durch Vergleich der beiden Positionen kann man sehr genau die eigentliche Fließbewegung eines Eispartikels bzgl. der Oberfläche bestimmen.

Dichtebeprobung im Schneeschacht
Dichtebeprobung im Schneeschacht

Das hinter uns gebracht, ging es weiter zu underem Depot, wo das verbleibende Material auf die schon müden Rücken verteilt wurde – der letzte Kraftakt. Auf der Vernagthütte angekommen, wurden die restlichen Geräte demontiert und die Kisten gepackt, die nun bereit stehen, mit der Materialseilbahn ins Tal nach Vent gebracht zu werden.

Nach einem langen Tag und 1000 Höhenmetern, waren alle froh wieder in der warmen Stube des Würzburger Hauses, wie die Vernagthütte auch heißt, zu sitzen und nach dem lang ersehnten warmen Essen, das ein oder andere Blatt zu spielen. (JD)

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