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Weltraumforschung mit Teilchenbeschleunigern

Für die Weltraumforschung kann mit den GSI-Teilchenbeschleunigern kosmische Strahlung so genau simuliert werden, wie an keiner anderen Anlage weltweit. Bild: ESA/Foster + Partners

Mit Teilchenbeschleunigern können Mondmissionen vorbereitet werden. Foto: ESA/Foster + Partners

Heute ist #Weltraumforschungstag*. Auch bei GSI und FAIR forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Raumfahrt – mithilfe der Teilchenbeschleuniger. Sie bieten Raumfahrtorganisationen wie der ESA die Möglichkeit einen wichtigen Faktor zu testen, der Mensch und Technik im All beeinflusst: die kosmische Strahlung.

Astronauten müssen im All oder auf Missionen zum Mond oder Mars gut vor der kosmischen Strahlung geschützt sein und die Risiken der strahlenbiologischen Wirkung müssen genau erforscht werden. Auch die Elektronik von Satelliten und Raumschiffen muss der Strahlung standhalten, die außerhalb unserer Atmosphäre und unseres Magnetfelds viel stärker ist.

Die Strahlung besteht aus schnellen Ionen, die bei Sternexplosionen ins All geschleudert wurden. Diese schnellen Ionen können die Teilchenbeschleuniger von GSI und FAIR produzieren. So genau wie hier kann die einzigartige Zusammensetzung der Ionen im All an keiner anderen Anlage weltweit simuliert werden. Hier können deshalb sowohl Schutzmaterialien, als auch die Strahlenhärte von Satelliten-Elektronik getestet werden.

Bei GSI und FAIR gibt es langjährige Kooperationen mit der ESA. Im September 2017 startet etwa das nächste große Forschungsprogramm „IBER2017“. In Kooperation mit der ESA und verschiedenen europäischen Forschungsgruppen werden dabei zum Beispiel Designs von Wohnstationen für Astronauten auf der Mars- und der Mondoberfläche untersucht. Schon heute mit der existierenden GSI-Experimentieranlage und in Zukunft am neuen Beschleunigerzentrum FAIR können Wissenschaftler das Universum im Labor erforschen.

In Kooperation mit der ESA erforschen GSI- und FAIR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die Abschirmwirkung von Mondgestein und Marssand. Foto: G. Otto/GSI

*Heute vor 48 Jahren landeten erstmals Menschen auf den Mond. Deshalb wurde der 20. Juli zum Weltraumforschungstag erklärt.

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