Augenspiegel 20-18: Von Metropolen und Flusspferd-Ausscheidungen
Von der Gesellschaftskonferenz re:publica fahre ich jedes Jahr mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen nach Hause. Allerdings auch mit dem Gefühl, unendlich viel Input verpasst zu haben und mit vielen Leute nicht gesprochen zu haben. Aber das ist bei einer dreitägigen Konferenz mit 10.000 Teilnehmenden und so vielen parallel bespielten Bühnen wohl auch kein Wunder. Auch wenn ich meine persönliche „diese Videoaufzeichnung muss ich mir unbedingt noch angucken“-Playlist der diesjährigen re:publica noch lange nicht abgearbeitet habe, so empfehle ich doch wenigstens diese fünf Talks zum Nachsehen:
Video: re:publica
Video: re:publica
Video: re:publica
Video: re:publica
Video: re:publica
Zwar auf der re:publica aufgenommen, aber nicht Teil des Programms, ist dieses interessante Interview mit Mai Thi Nguyen-Kim.
Video: DCTP
Lese-Tipps
Darüber hinaus habe ich heute noch einige Links zu spannenden, unterhaltsamen und bedenkenswerten Inhalten als Lese-Tipps:
- Die Erde und Umwelt-Wissensplattform ESKP hat ein Webspecial über Metropolen erstellt.
- Ranga Yogeshwar hat seinen Impulsvortrag zu unserer jüngsten Fokus@Helmholtz-Veranstaltung auch im Volltext veröffentlicht. Darin kritisiert er, dass die Wissenschaft konkreten Anwendungsfälle ihrer Erkenntnisse in Wirtschaft und Industrie als Rechtfertigung ihres Forschens und ihrer öffentlich Finanzierung benutzt. Yogeshwar zufolge solle die Wissenschaft sich mit dem allgemein Erkenntnisinteresse als Selbstrechtfertigung begnügen.
- Die Wissenschaft hat festgestellt: Flusspferd-Scheiße kann tödlich sein. Zumindest für die Fische im umgebenden Gewässer. Soso!
- Stockfotos haben wenig mit der Realität zu tun – auch in der Wissenschaft.
- Forschende fordern einen Zugriff auf Facebooks Daten.
- Facebook zerschlagen – dazu ist es noch zu früh, sagt der Vorsitzende der deutschen Monopolkommission.
- Digitale Demenz oder wissenschaftliche Minderheitsmeinung, die auf dem Buchmarkt gut funktioniert?
- Drittanbieter-Apps und externe Innovationen haben Twitter einst groß werden lassen. Nun steht der Dienst wohl kurz davor, den Apps anderer Anbieter den Zugang zu zentralen Funktionen endgültig abzudrehen.
- Ein kleines Einmaleins der digitalen Selbstverteidigung von netzpolitik.org
- Youtuber*innen machen nun auch Podcasts
Und Funk hat sich die Frage gestellt: Warum brauchen wir Tierversuche?
Video: Die Frage/Funk
Die Augenspiegel-Kolumne
Die Kolumne „Augenspiegel – Webfundstücke rund um die Wissenschaft“ erscheint seit Februar 2014 etwa alle zwei Wochen freitags im Blogportal der Helmholtz-Gemeinschaft. Darin stellt Henning Krause, Social Media Manager in der Helmholtz-Geschäftsstelle, Internetfundstücke aus dem Web 1.0 und dem Web 2.0 vor, die zeigen, wie sich der gesellschaftliche Diskurs um Wissenschaft im Internet abspielt: neue Kommunikationsformen, neue Technologien und Kommunikationskulturen. Bei dieser Kuratierung spielen Blogs, Apps, Facebook, Youtube und Twitter eine Rolle – anderseits auch Internet-Meme, Shitstorms und virale Videos. Etwas ähnliches macht auch das Panoptikum auf Wissenschaftskommunikation.de



