Klar soweit? No.2 – Spiel auf Zeit
Willkommen zur zweiten Ausgabe von Klar Soweit? – dem Helmholtz-Wissenschaftscomic. Mit der Lektüre einer wissenschaftlichen Veröffentlichung über das Potenzial von Algen und Wasserpflanzen zur Reinigung radioaktiv verseuchten Wassers war die Idee für den heutigen Comicstrip geboren. Die Hintergründe sind so tagesaktuell wie besorgniserregend:

Wir erinnern uns: Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März 2011 ging die Nachricht von der Nuklearkatastrophe in Fukushima um die Welt. Wie sieht es drei Jahre später mit den Folgen für Land, Bevölkerung und Umwelt aus? Kühlwassertanks unter Kontrolle? Grundwasser unter Kontrolle? Alles unter Kontrolle? Die japanische Regierung sagt ja und freut sich auf Olympia 2020. Diesen Optimismus teilen nicht alle. Grund zur Besorgnis geben nicht nur die mehr als 300.000 Tonnen kontaminierten Kühlwassers auf dem Gelände. Auch der Umgang der Regierung mit dem Vorfall und seinen Folgen steht in der Kritik.
Über die Idee, Algen als Bindemittel für radioaktives Material zu nutzen, berichtete jüngst auch der Deutschlandfunk. Atomkraft ist ein schwieriges Thema und gleichzeitig ein unfassbar wichtiges. Die Konsequenzen treffen uns alle. Es bleibt ein Spiel auf Zeit.
Über den Comic
Der Helmholtz-Wissenschaftscomics „Klar soweit?“ erscheint einmal im Monat in den Helmholtz Blogs. Die Zeichnungen von Veronika Mischitz, aka Frau Kirschvogel, stellen Themen des aktuellen Diskurses um die Wissenschaft und Forschung dar – mal kommentierend, mal witzig – mal erzählend, mal erklärend. Die Creative Commons-Lizenz, unter der die Comics stehen, ermöglicht das Teilen und Weiterverwenden der Zeichnungen, solange Urheber und Lizenz genannt werden. Wir freuen uns über eine angeregte Diskussion in den Kommentaren unter den einzelnen Comics. „Klar soweit?“ ist auf der Comic-Seite www.helmholtz.de/comic zu finden und als RSS-Feed abonnierbar. Nutzer der Plattform App.Net können sich per Push-Benachrichtigung über neu erscheinenden Comics auf mobilen Geräten informieren lassen.




Leser:innenkommentare (1)
T. Enderle
Toller Comic! Ich war so frei, ihn in meine Artikel Fukushima – Algen als Lösung zur Dekontamination?“ zu übernehmen. Übrigens ein interessanter Forschungsansatz. Ob wirtschaftlich sinnvoll ist noch nicht geklärt, aber gerade im Fall Fukushima würde es sich anbieten, die Aufkonzentration von Radionukliden durch Algen zumindest testweise einzusetzen. An der Kommunikationspolitik der Beteiligten gegenüber der Öffentlichkeit wird dies allerdings leider wenig ändern…