Augenspiegel 13-14: Youtube-Wissenschaft, 2048 und IPCC-Bericht
Während sich die Science 2.0-Community diese Woche zu einer gleichnamigen Konferenz im Hamburg traf, deren Livestream man glücklicherweise auch von außerhalb kostenlos mitverfolgen konnte, hat sich auf Youtube schon wieder ein neuer Kanal entwickelt, der einmal pro Woche auch ein Video zur Wissenschaft online stellt. Natürlich speziell für die Youtube-Zielgruppe aufgemacht – und das heißt: schnell gesprochen, hart geschnitten und das, was die Einen authentisch und die Anderen laienhaft nennen würden. Hier als Beispiel das „Plonquez NEWS„-Video zu den Gravitationswellen aus der vergangenen Woche:
Video: Plonquez NEWS.
Powers of Two
Lesen Sie nicht weiter! Klicken Sie nicht auf die folgenden Links! Es besteht ein extremes Suchtrisiko! Denn Powers of Ten war gestern. Seit etwa zwei Wochen geistert ein Spiel durchs Internet: 2048 – auf keinen Fall anklicken, wenn Sie heute noch etwas anderes vorhaben! In einer 4×4-Matrix muss man mit den Pfeiltasten bzw. der Wischgeste auf Touchscreens gleiche Zahlen zusammenschieben, die sich sogleich vereint zu einer Kachel addieren. Aus zwei Zweien wird eine vier. Aus zwei Vieren eine acht. Und so weiter. Ziel des Spiels ist es, die elfte Zweierpotenz zu erreichen, also 2048.

Das einfache Spiel verbreitete sich rasant im Netz und prompt entstanden neben der Browser-Variante auch Apps und thematische Abwandlungen, so genannte Forks. Neben einer Politik-Version entstand auch eine zur Teilchenphysik. CERN-Mitarbeiter Matt LeBlanc schickt seine Nutzer auf die Suche nach den Elementarteilchen. Finden Sie raus, was nach dem „W“- und dem „Z“-Boson kommt? Aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt, dass das ein Zeitfresser ist!
Mittlerweile gibt es für 2048 auch schon eine detaillierte Beschreibung einer gewinnversprechenden Strategie sowie ein künstliche Intelligenz, die einem ein ideales (?) 2048-Spiel vorspielt.
Update 11. April 2014: Mittlerweile kann man sich sogar seine eigene 2048-Version selbst erstellen – zum beispiel eine „Wissenschaftskarriere“-Edition.
Creative Commons in Zahlen
Wie viele freie Werke gibt es im Internet? Zumindest für die Inhalte, die unter einer Creative Commons (CC)-Lizenz stehen, gibt es dafür nun Zahlen. 400 Millionen Texte, Bilder, Videos und Audios sind es laut der Zusammenstellung des Internet-Vereins D-64, dem manche eine Nähe zur SPD nachsagen. CC-Lizenzen ermöglichen es Nutzern, Inhalte Dritter im Netz rechtssicher und kostenlos weiterzuverwenden. Wir verwenden CC-Lizenzen zum Beispiel für unseren Podcast und unsere Wissenschaftscomic.
Coming up: Weltklimarat-Bericht
Im japanischen Yokohama tagt derzeit Arbeitsgruppe II, um ihren Teil des 5. Sachstandsbericht des IPCC zu finalisieren. Am kommenden Montag, 31. März 2014 werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Daran sind unter anderem auch die beiden Helmholtz-Zentren AWI und UFZ beteiligt. Das AWI hat im Vorfeld dazu zwei sehenswerte Videos produziert:
Video: AWI.
Video: AWI.
Kurz verlinkt
Die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam findet am Samstag, 10. Mai 2014 statt. Was die Teilnehmer dazu alles in Sozialen Netzwerken posten, kann man ab sofort auf einer neuen Aggregationsseite mitverfolgen. Nett.
Die Augenspiegel-Kolumne
Die wöchentliche Kolumne „Augenspiegel – Webfundstücke rund um die Wissenschaft“ erscheint freitags im Blogportal der Helmholtz-Gemeinschaft. Darin stellt Henning Krause, Social Media Manager in der Helmholtz-Geschäftsstelle, Internetfundstücke aus dem Web 1.0 und dem Web 2.0 vor, die zeigen, wie sich der gesellschaftliche Diskurs um Wissenschaft im Internet abspielt: neue Kommunikationsformen, neue Technologien und Kommunikationskulturen. Dabei spielen Blogs, Apps, Facebook, Youtube und Twitter eine Rolle – anderseits auch Internet-Meme, Shitstorms und virale Videos.



